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Prager Burg ArtikelDie Prager Burg (tschechisch: Pražský hrad) ist die wichtigste Sehenswürdigkeit Prags und liegt auf dem Berg Hradschin. Sie wurde in dem 9. Jahrhundert gegründet und hat während dieser Zeit häufig ihre Gestalt und ihr Antlitz gewandelt. Generationen von Baumeistern verschiedener Baustile waren daran beteiligt. Die einzelnen Etappen der Geschichte hinterließen dabei ihre Spuren. Einzig und allein die Bestimmung der Burg blieb beständig. Noch heute ist sie offizielle Residenz des Präsidenten der Tschechischen Republik.
Prager Burg vom Hradschiner Platz mit Blick auf den Ehrenhof
Hradschiner Platz mit Blick auf die Burg
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Einleitende Bemerkungen zur Begrifflichkeit | |
Die eigentliche Burg (hrad), der geschützte Wohnsitz des Herrschers, umfasste das Areal am Hradschiner Bergsporn von seinem Ostende - der so genannten OpyÅ¡ - bis zu einem natürlichen Graben, der in dem frühen Mittelalter die Anhöhe an der Stelle des heutigen Eingangstores quer teilte. Der zentrale Teil der Burg wird in der Forschung als Akropolis genannt. An die frühmittelalterliche Hauptburg schloss sich in dem Westen die Vorburg (pÅ™edhradÃ) an. Der ebenfalls dicht besiedelte und zur Burg gehörende Raum der heutigen Prager Kleinseite wird Suburbium (podhradÃ) genannt. Die Entwicklung der Prager Burg in dem Früh- und Hochmittelalter kann auf Grund archäologischer Befunde und Funde nach den Hauptetappen des Aufbaus der Befestigung in vier Phasen A-C vom 9. bis 12. Jahrhundert unterteilt werden. In der dritten Phase wurden jedoch lediglich verschiedene, nicht unbedingt zeitgleiche Umbauten der Befestigung B1 aus der zweiten Phase vorgenommen, weshalb diese als B2-Bx genannt werden.
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Die älteste schriftliche Erwähnung der Prager Burg ist die Nachricht über die Gründung der St.-Marien-Kirche durch den ersten historisch belegten Přemyslidenfürsten Bořivoj noch vor dem Jahr 885. Der zentrale und östliche Teil des Bergsporns war jedoch bereits vor dem Aufbau der ältesten Holz-Erde-Befestigung und dem Einsetzen der schriftlichen Quellen am Ende des 9. Jahrhunderts besiedelt und durch einen quer über den Sporn verlaufenden, über 4 m breiten Graben befestigt, der unter dem Nordteil der späteren quer verlaufenden Hauptbefestigung erhalten blieb. Wahrscheinlich wurde der Graben von einem Zaun begleitet. Zu dem natürlichen Schutz des Bergsporns gehörten seine Abhänge, die vermutlich durch eine einfache Holzbefestigung, zu dem Beispiel eine Palisade, begleitet wurden, sowie eine quer verlaufende Schlucht an der Stelle des heutigen Eingangsins Burgareal. Die älteste Siedlungsphase, die spätestens in der Mitte des 9. Jahrhunderts einsetzte, wurde durch den Aufbau der Holz-Erde-Mauer spätestens in den ersten zwei Jahrzehnten des 10. Jahrhunderts (vor 908-917) beendet.
In dieser Phase war auch die St.-Marien-Kirche gegründet worden, die westlich der Hauptbefestigung wiederentdeckt wurde. Eine direkte Beziehung zwischen der Befestigung und der Kirche ist allerdings archäologisch nicht nachgewiesen.
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Die erste bekannte Burgmauer aus der Zeit um 900 - zweite Phase (B1) - | |
Bei einem ersten großangelegten Umbau wurde eine Holz-Erde-Mauer, das heißt eine 5 und 6 m breite, mit Lehm gefüllte Rostkonstruktion, mit einer steinernen Frontblende errichtet, die an mehreren Stellen der Burg ausgegraben werden konnte. Dieser Konstruktionstyp war in dem Gebiet des Großmährischen Reiches und in der gleichen Zeit oder später auch in Böhmen bekannt; darüber hinaus jedoch an der gesamten östlichen Flanke des Fränkischen Reiches, das heißt auch in Mitteldeutschland und Nordostbayern verbreitet gewesen. Anders als zunächst von Borkovský und anderen Archäologen angenommen, handelt es sich nicht um eine leichtere Befestigung zwischen der Hauptburg und der als westliche Vorburg genannten Fläche, sondern der Ausbau der Mauer bedeutete eine grundlegende Veränderung der Přemyslidenresidenz. Die Balken in der Frontmauer aus Eichenholz wurden nach den dendrochronologischen Analysen in einem Intervall zwischen der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts und dem ersten Drittel des 10. Jahrhunderts, spätestens aber in dem Jahr 917, gefällt und verbaut.
Damit kann man den Aufbau der mächtigen Befestigung hypothetisch noch mit Bořivoj in Beziehung setzen (das heißt vor 890). Wahrscheinlicher war es aber sein Nachfolger Spytihněv (895-915), der die Burg zum mittelböhmischen Zentrum der Přemysliden ausgebaut hat. Einen Einfluss könnten die Beziehungen zu dem Großmährischen Reich beziehungsweise unmittelbar Svatopluks großmährisches Intermezzo (890-894) ausgeübt haben.
Noch heute wird häufig davon ausgegangen, dass vor dem Bau der Prager Burg die Burg Levý Hradec eine zentrale Funktion besessen hätte und sie als direkter Vorgänger der Prager Burg in Bezug auf die Residenzfunktion zu betrachten ist. Nach den neuesten archäologischen Behandlungen und Aufarbeitungen der Altfunde beider Burgen muss dies jedoch in Frage gestellt werden, so dass die Prager Burg wahrscheinlich von Beginn an das Zentrum der Přemyslidenherrschaft war.
Buch-Tipp: Grundzüge der Thermodynamik. Mit historischen Anmerkungen Schwere Kost mit tollen Geschichtsschmankerln Auf der Suche nach einem guten Buch zur Thermodynamik kann man auch als Chemiker in der Bibliothek der Nachbarn, sprich Physiker, fündig werden. Die "Grundzüge der Thermodynamik" stechen da in das Auge: Nigel-nagel-neu und ansprechend (insbesondere die eingefügten Graphiken sind ziemlich gut... |
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Der zweite Kirchenbau ist die vor 920 von Fürst Vratislav I. (915-921) gestiftete St. Georgsbasilika in dem Ostteil der Burg. Als dritter Sakralbau entstand vielleicht auf Anregung des Fürsten Wenzel I. (921-935) zu Anfang der 30er Jahre des 10. Jahrhunderts die St.-Veits-Rotunde. Die Gründungen der beiden bedeutenden kirchliche Institutionen in den beiden Teilen des zentralen Areals gehört wahrscheinlich noch zu der Burgbefestigung aus der Zeit um 900.
Buch-Tipp: Heiße Phase. Ein Insider-Roman aus der Welt der Unternehmensberatung Spannender Wirtschaftskrimi, der den Glauben an ehrliches Arbeiten erschüttert Unseren Literaturkompass starten wir in dem Frühling etwas exotisch - mit einem Erlebnisbericht aus der Welt der Unternehmensberatung. In diesem Roman geht es um eine deutsche Privatbank, die sich zur strategischen Neuausrichtung eine große Unternehmensberatung in das Haus... |
Der Umbau der Befestigung vor 1055 - dritte Phase (B2-Bx) | |
Weitere schriftliche Nachrichten zur Befestigung der Burg liegen dann erst wieder für die Zeit der Regierung Břetislav I. vor 1055 vor.
An einigem Stellen unter dem Nordtrakt, III. Burghof und Alten Königspalast konnten verschiedene Umbauphasen der Burgbefestigung festgestellt werden. Die jüngere Mauer war wesentlich breiter (bis zu 12 m) und in der Konstruktion variabler, zumeist aber ebenfalls als Holz-Erde-Mauer oder einer ihr ähnlichen Konstruktion ausgeprägt. Auffällig ist jedoch die Verwendung einer größeren Menge von Steinen in dem Mauerkörper. Am Nordhang des Bergsporns fand man einen 650 cm breiten steinernen Mauerkörper ohne andere Konstruktionselemente. Der Wechsel der Bauform der jüngeren Mauer auf dem Nordhang zu einer komplett in Stein aufgeführten Trockenmauer ist so deutlich, dass es sich vermutlich nicht ca. um eine lokale Veränderung, sondern um einen größeren Umbau handelt. Auf dem Südhang ist solch eine Steinmauer nicht nachgewiesen. Für die jüngere Befestigung am Südhang hat man die in situ gefundenen Hölzer dendrochronologisch in die 890er Jahre bisins erste Drittel des 10. Jahrhunderts datiert; das jüngste Holz wurde nach 921 gefällt. Von den bereits bei früheren archäologischen Behandlungen geborgenen und aufbewahrten Hölzern aus diesem Kontext datiert das jüngste nach 939. Gerade bei diesen Hölzern waren jedoch die jüngsten Jahresringe nicht mehr erhalten, so dass das letztendliche Fälldatum der Bäume auch etwas später liegen kann. Die jüngeren Ausbauten, insbesondere die steinerne Mauer, können daher hypothisch mit einem umfangreicheren Umbauplan verbunden und dieser wiederum mit der Nachricht über eine umfangreiche Rekonstruktion der Befestigung noch vor 1055 in Verbindung gebracht werden.
Buch-Tipp: Kulturelles Schnittstellenmanagement in der Pre-Merger-Phase Sehr gute Arbeit: Fusion, Kultur, M&A, Erfolgsfaktoren &Co Für jeden interessant, der sich mit dem Thema Kultur, Unternehmenskultur, Merger, Post-M&A, Integration, Verhandlungsmanagement, Akquisition, Joint Venture und Co beschäftigt. Und die Handlungsempfehlungen sind wissenschaftlich begründet. |
Die Verlegung des Herrschersitzes auf den Vyšehrad | |
Der Fürst und erste böhmische König Vratislav II. verlegte um 1070 seine Residenz von der Prager Burg auf den VyÅ¡ehrad, wahrscheinlich auf Grund von Machtstreitigkeiten mit seinem Bruder Bischof JaromÃr. Die Burg blieb jedoch zusätzlich Sitz der Bischöfe von Prag .
Buch-Tipp: Phase X - Magazin für Phantastik 2: Vergessene Perlen der Phantastik Phase X 2. Ausgabe Phase X
"SONO versteht sich als ein kostenloses Crossover-Fanzine, das für die unterschiedlichen Bereiche aus Phantasie, Horror, Science-Fiction und Fan-Fiction als Knotenpunkt dient. Eine Kreuzung, ein Tor mit Wegen in die verschiedenen Welten. " In dem Internet zu finden: www. avalon-portal. de/sono. 0. html
SONO sind die Wurzeln... |
Der romanische Umbau unter Soběslav I. nach 1135 - vierte Phase (C) | |
Ein großangelegter romanischer Umbau zu einer Steinburg erfolgte unter der Regierung Soběslavs I. in dem Jahr 1135 parallel zu einem Ausbau des Vyšehrads. Wahrscheinlich kehrte bereits Soběslav am Ende seiner Herrschaft wieder auf die Prager Burg zurück, spätenstens aber sein Nachfolger Vladislav II. (1140-1172).
In diese Zeit fällt insbesondere die Errichtung einer 3 m breiten Quadersteinmauer.
Entsprechend wurde diese in der Forschung zumeist mit den Namen romanische Mauer (románská hradba) oder Soběslaver Mauer (soběslavská hradba) belegt.
Buch-Tipp: Phase X - Magazin für Phantastik 4: Schattenseiten und Abgründe Plausch mit einem Kumpel Vor einiger Zeit habe ich in einem Forum einen Beitrag gelesen, im Phase X mit einem Kumpel verglichen wurde. Ich glaube, besser kann man dieses Magazin für Phantastik nicht beschreiben. Die Artikel haben die Qualität eines guten Gesprächs mit einem Kumpel, der sich in seinem Gebiet nicht ca. auskennt, sondern dem... |
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1303 war die Burg durch einen verheerenden Großbrand zerstört worden und die Königsresidenz blieb ungenutzt. Mit dem Antritt der Luxemburger auf dem böhmischen Königsthron begann 1310 eine neue bedeutende Etappe in der Geschichte der Burg. Noch während der Regierungszeit seines Vaters Johann des Blinden ließ Karl IV. die Burg in dem Jahr 1333 wiederaufbauen. Zunächst wurde der Königspalast erneut umgestaltet. Elf Jahre später wurde auf sein Bemühen hin das Bistum Prag zu dem Erzbistum erhoben. Daraufhin begann 1344 der Neubau der St.-Veits-Kathedrale (chrám Svatého VÃta).
Bereits unter seinem Sohn Wenzel IV. erlosch das Interesse an der Burg wieder. Dieser ließ sich am östlichen Ausgang der Altstadt einen neuen Königshof erbauen, in den er 1383 Burg übersiedelte und der bis 1484 als Residenz der böhmischen Herrscher diente. Südlich der Zeltnergasse (Celetná) stand unweit auch der Palast der Königin. Eine weitere kleine gotische Burg für Wenzel IV. entstand ab 1380 auf einem Bergvorsprung über dem Moldauufer westlich der Pfarrkirche St. Wenzel am Zderaz (Kostel sv. Václava na Zderaze) in der Prager Neustadt. Eine dritte von mehreren Burgen des Königs war die heute ebenfalls in dem Prager Stadtgebiet liegende Burg Novy Hrad u Kunratice .
Buch-Tipp: Prager Burg und Kleinseite. ( Brockhaus Souvenirs). Die Beschreibung für das Buch " Prager Burg und Kleinseite. ( Brockhaus Souvenirs). " fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster. |
Die Burg in der Spätgotik und der Renaissance | |
Nach dem Aussterben der Luxemburger und einem kurzen Habsburgischen Intermezzo traten die Jagiellonen, die schon die polnischen Könige stellten und bald darauf auch den ungarischen Königsthron gewinnen sollten, deren Erbe an. Unter Vladislav I. Jagiello , seit 1471 König von Böhmen und ab 1490 auch von Ungarn, hielt die Renaissance Einzug in Mitteleuropa. Die Burg wurde ausgebaut und der Hof siedelte ein Jahr nachdem Prager Volksaufstand von 1483 vom Königshof in der Altstadt in die Burg zurück.
Von 1490/1493 bis 1502 errichtete der Baumeister Benedikt Ried den Wladislawsaal, den wohl bedeutendsten Saalbau der Renaissance nördlich der Alpen. Er wurde auf den hochmittelalterlichen Saal des Königspalastes aufgesetzt und das romanische Erdgeschoß somit zu dem zweiten Untergeschoss (Keller) degradiert. Es handelt sich um eine reizvolle Mischung aus gotischen Elementen wie dem aufwendigen Rippengewölbe, das einen gewaltigen Raum überspannt, zu dem einen und zu dem anderen aus Portalen und außerordentlich großen Fenstern mit Renaissanceprofilen, die zu den frühesten Beispielen nördlich der Alpen gehören (inschriftlich auf 1493 datiert).
Vergleichbar ist ca. der wesentlich jüngere Saalbau der Münchner Residenz (1568-71), das sogenannte Antiquarium.
Die letzte mittelalterliche Blütezeit hielt bis zum Tod seines Sohnes Ludvig Jagiello 1526 an. 1541 wurde die Burg erneut bei einem Großbrand zerstört.
Buch-Tipp: Star Trek Phase 2. Die verlorene Generation Ein einmaliger Fundus an Backstage-Material Dieses Buch ist wirklich die Perle unter den Star Trek Sachbüchern! Wo sonst gibt es bisher zurückgehaltene Informationen, Bilder und authentisches Material wie Skizzen und Drehbücher, Inhaltsangaben von nicht gedrehten Episoden, die "Star Trek - Bibel" von Gene Roddenberry persönlich, die Inhalte nicht... |
Die Prager Burg als Residenz von Rudolf II. | |
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Nach 1919 wurde die Burg für den Sitz des ersten Präsidenten der Tschechoslowakischen Republik umgebaut und dabei insbesondere der III. Burghof umgestaltet. Federführend war der bedeutende slowenische Architekt Josef PleÄ?nik
In dem Zusammenhang kam es in den Jahren 1925-1929 zu den ersten systematischen mittelalterarchäologischen Behandlungen in Böhmen durch K. Fiala und Karel Guth. Die Ausgrabungen wurden ab den 1930er Jahren durch Ivan Borkovský fortgesetzt. Rettungsgrabungen in den 1980er und 1990er Jahren unter der Leitung von Jan FrolÃk erbrachten neue Erkenntnisse und führten zur Ergänzung der bisherigen Vorstellungen über die Anfänge und Entwicklung des frühmittelalterlichen Befestigungssystems und häufig auch zu ihrer Revision. In den letzten Jahren konnte die Bearbeitung der seit 1925 laufenden Ausgrabungen durch ein Team von Archäologen intensiviert werden.
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Häuschen in dem Goldenen Gässchen
Zum Komplex der Burg gehören des weiteren: die Heilig-Kreuz-Kapelle , drei verschiedene Burghöfe, die Burggalerie, die Nationalgalerie, der Gedenkobelisk (in Gedenken an die Opfer in dem 2. Weltkrieg), die Wehranlage mit Mihulka Turm und Matthias Tor und das Goldene Gässchen.
Rund um die Burg befinden sich die Gartenanlagen: Königsgarten, Wallgarten und der Paradiesgarten.
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Der Ehrenhof oder auch einfach Erster Burghof genannt, wurde in dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts geschaffen und ist somit der jüngste. Er bildet den Zugang zu dem Areal der Prager Burg vom Hradschin-Platz aus und ist von ihm durch ein monumentales Gitter mit Rustika-Tor getrennt. Die Statuengruppe ringender Giganten, die auf den Sockeln des Eingangsportals stehen, ist eine Kopie von Plastiken des Bildhauers Ignaz Franz Platzer aus der Ära 1768. Von ihm stammen auch Originalarbeiten wie plastischer Schmuck auf der Attika der sonst schlichten klassizistischen Palastfassade. Darunter fallen allegorische Gestalten und militärische Embleme. Der in den Jahren 1763-1771 durch die Erzherzogin und Königin Maria Theresia veranlasste Umbau der den ersten Burghof säumenden Fassadenfront durch ihren Hofarchitekten Niccolo Pacassi wurde von berühmten Baumeistern wie Anselmo Lugaro und Anton Hafenecker durchgeführt.
Innerhalb der Burg befindet sich unter anderem der Veitsdom mit der Königsgruft, die Goldenen Gasse, der Königspalast und die St. Georgs Basilika (sv. Jiři) mit den Türmen Adam und Eva. Die Burg ist über die Alten Schlosstreppen, die Neuen Schlosstreppen und die Neuruder Gasse mit der Kleinseite verbunden. In dem zweiten Burghof steht die Heilig-Kreuz Kapelle. Diese ist in dem barocken Stil gestaltet. Sie beherbergte einst den Domschatz. Dieser bestand unter anderem aus wertvollen kirchlichen Utensilien. Außerdem befindet sich in dem zweiten Burghof die Burggalerie. Dort sind Werke von berühmten Künstlern wie Rubens, Tizian und anderen zu finden.
Das Belvedere oder Lustschloss der Königin Anna (Letohrádek Královny Anny) in dem Baustil der Renaissance wurde zwischen 1538 und 1560 in der östlichen Ecke des Königlichen Gartens von Kaiser Ferdinand I. errichtet. Vor dem Schloss steht der von Tomas Jaros zwischen 1564 und 1568 errichtete bronzene Singende Brunnen.
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- UmÄ›lecké památky Prahy 4. Pražský hrad a HradÄ?any. Praha 2000. ISBN 8020008322.
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Zur Prager Burg in dem Mittelalter | |
(Auswahl neuerer Monographien und Aufsätze vor allem zur Archäologie und Bauforschung, hier jeweils auch die ältere Literatur).
- Ivana BoháÄ?ová: Pražský hrad v obdobà velkomoravském. (Die Prager Burg in Großmährischer Zeit). In: Richard Marsina/ Alexander Ruttkay (Hrsg.): Svätopluk 894-1994. Nitra 1997, S. 33-40.
- Ivana BoháÄ?ová: Zum Befestigungssystem der PÅ™emyslidenburgen (am Beispiel der archäologischen Behandlungen in der Prager Burg und in Stará Boleslav). In: Joachim Henning / Alexander T. Ruttkay (Hrsg.): Frühmittelalterlicher Burgenbau in Mittel- und Osteuropa. Tagung Nitra 7.-10. Oktober 1996. Bonn 1998, S. 37-47.
- Ivana BoháÄ?ová: Das archäologische Areal auf dem III. Hof der Prager Burg und seine Bedeutung für die Erforschung der Chronologie Mittelböhmens in dem frühen Mittelalter. (Archeologický areál III. nádvořà Pražského hradu a jeho význam v kontextu studia chronologie stÅ™ednÃch ÄŒech.) In: LudÄ›k GaluÅ¡ka / Pavel KouÅ™il / Z. Měřinský (Hrsg.): Velká morava mezi východem a západem. Großmähren zwischen West und Ost. SbornÃk pÅ™ÃspÄ›vků z mezinárodnà vÄ›decké konference Uherské HradiÅ¡tÄ›, Staré MÄ›sto 28.9-1.10.1999. Spisy archeologického ústavu AV ÄŒR Brno 17. Brno 2001. S. 69-75.
- Castrum Pragense 1. Praha 1988.
- Castrum Pragense 2. Praha 1999.
- Tomáš DurdÃk/ Petr ChotÄ›bor: Zur Gestalt des romanischen Palas der Prager Burg. In: Schloß Tirol. Saalbauten und Burgen des 12. Jahrhunderts in Mitteleuropa. Forschungen zu Burgen und Schlössern 4. München, Berlin 1998. S. 197-204.
- Jan FrolÃk: Prague Castle - 70 Years of Archaeological Excavations. In: ÄŒenÄ›k Staňa / LumÃr PoláÄ?ek (Hrsg.): Frühmittelalterliche Machtzentren in Mitteleuropa. Mehrjährige Grabungen und ihre Auswertung. Symposion MikulÄ?ice 5.-9. September 1994. Internationale Tagungen in MikulÄ?ice 3. Spisy Arch. Ústavu AV ÄŒR Brno 6. Brno 1996. S. 159-166.
- Jan FrolÃk: Nejstaršà cÃrkevnà architektura na Pražském hradÄ› - souÄ?asný stav pozňánÃ. (Zur ältesten Kirchenarchitektur auf der Prager Burg - gegenwärtiger Erkenntnisstand.) In: LudÄ›k GaluÅ¡ka / Pavel KouÅ™il / Z. Měřinský (Hrsg.): Velká morava mezi východem a západem. Großmähren zwischen West und Ost. SbornÃk pÅ™ÃspÄ›vků z mezinárodnà vÄ›decké konference Uherské HradiÅ¡tÄ›, Staré MÄ›sto 28.9-1.10.1999. Spisy archeologického ústavu AV ÄŒR Brno 17. Brno 2001. S. 107-113.
- Jan FrolÃk / Milena Bravermanová, Die Prager Burg. In: Alfried Wieczorek/ Hans-Martin Hinz (Hrsg.): Europas Mitte um 1000. Bd. 1. Stuttgart 2000, S. 376-378.
- FrolÃk, J./ MaÅ™Ãková-Kubková, J. / RůžiÄ?ková, E. / Zeman, A.: Nejstaršà sakrálnà architektura Pražského hradu. VýpovÄ›d´ archeologických pramenů. (Die ältesten Kirchenbauten der Prager Burg aufgrund der archäologischen Quellen.) Castrum Pragense 3. Praha 2000.
- Jan FrolÃk / ZdenÄ›k Smetánka: Archeologie na Pražském hradÄ›. Praha, LitomyÅ¡l 1997.
- F. KaÅ¡iÄ?ka: Staré purkrabstvà Pražského hradu - výsledky poslednà stavebnÄ› historické analýzy. (Der Alte Burggrafenpalast in der Prager Burg - Ergebnisse der letzten bauhistorischen Analyse.) Archaeologica Historica 14, 1989, S. 203-212.
- F. KaÅ¡iÄ?ka: Ze staršà historie Ústavu Å¡lechtiÄ?en na Pražském hradÄ›. (Aus der älteren Geschichte des Instituts der Edelfrauen auf der Prager Burg.) Archaeologica Historica 22, 1997, S. 129-144.
- D. LÃbal: Stavebnà vývoj Starého paláce Pražského hradu do husitských válek do úrovnÄ› Vladislavského sálu. (Bauentwicklung des Alten Palastes der Prager Burg bis zu den Husittenkriegen und bis zu dem Niveau des Wladislawschen Saales. Castellologica bohemica 7, 2000, S. 61-74.
- Mediaevalia Archaeologica 3 (Praha 2001).
- Jiři Sláma: Hrob K1 na Pražském hradě. (Das Grab K1 auf der Prager Burg.) Studia Mediaevalia Pragensia 4. Praha 1999. S. 117-122.
- K. Tomková: Noch einmal zu den Anfängen der Prager Burg. (Ještě jednou k pocátkům Pražského hradu). In: Kubková, J./ Klápště, J./ Ježek, M./ Meduna, P. et al. (Hrsg.), Život v archeologii středověku. (Das Leben in der Archäologie des Mittelalters). Festschrift M. Richter und Z. Smetánka. Praha 1997, S. 630-638.
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